Anitta Müller-Cohen
österreichische Sozialarbeiterin
Anitta Müller-Cohen, geborene Rosenzweig, war eine prominente österreichische jüdische Zionistin, die ihr Leben der sozialen Aktivität und der Gemeindearbeit widmete. Geboren 1890, machte sie sich zunächst in Österreich als geschickte Sozialarbeiterin, Politikerin und Schriftstellerin einen Namen. Ihr wachsendes Interesse am Zionismus führte dazu, dass sie zu einer führenden Figur in der jüdischen Nationalpartei in Wien wurde, wo sie eine wichtige Rolle bei der Organisation des Ersten Weltkongresses der jüdischen Frauen 1923 spielte. Diese in Wien abgehaltene Veranstaltung markierte einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Karriere als zionistische Fürsprecherin.
Müller-Cohens Leidenschaft für soziales Wohlergehen und Zionismus trieb ihre Arbeit auch nach ihrer Emigration nach Tel Aviv, Mandatspalästina, im Jahr 1935 weiter voran. Sie wurde eine aktive Mitgliederin der Mizrahi-Frauenorganisation und gründete den Frauen-Sozialdienst, der sich hauptsächlich auf das Wohlergehen von Kindern und Einwanderern konzentrierte. Ihr Engagement für die Bedürfnisse dieser verletzlichen Gruppen blieb ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit. Durch ihre unermüdlichen Bemühungen hinterließ Müller-Cohen einen bleibenden Eindruck auf die Gemeinden, denen sie diente, und hinterließ ein Erbe, das sich über vier Jahrzehnte erstreckte, bis zu ihrem Tod im Jahr 1962.