Bila Sorj
Brazilian women's studies academic (born 1950)
Bila Sorj ist eine bekannte brasilianische Akademikerin, die 1950 geboren wurde und bedeutende Beiträge zum Bereich der Frauenforschung geleistet hat. Ihre akademische Laufbahn begann mit einem Aufenthalt in Israel, wo sie auf einem Kibbutz arbeitete und ihre höhere Ausbildung an der Universität von Haifa absolvierte, wo sie sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Master-Abschluss erwarb. Sie kehrte 1976 nach Brasilien zurück und begann, Soziologie an der Bundesuniversität von Minas Gerais zu unterrichten, wobei sie den Grundstein für die Einbeziehung von Frauenforschung in ihre Arbeit legte.
Sorjs Forschungsexpertise liegt im Schnittpunkt von Beschäftigung und Geschlecht, mit Fokus auf die Auswirkungen des Geschlechts auf bezahlte und unbezahlte Arbeit. Sie hat auch das Thema Judentum in ihren akademischen Forschungen erforscht. Ihre bemerkenswerte Veröffentlichung "Israel terra em transe: democracia ou teocracia?" wurde 2001 als Finalistin für den renommierten Prêmio Jabuti anerkannt. Derzeit ist sie Koordinatorin des Núcleo de Estudos de Sexualidade e Gênero an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro, wo sie maßgeblich an der Gestaltung des Bereichs der Geschlechterforschung in Brasilien beteiligt war. Ihre Arbeit war von entscheidender Bedeutung für die Etablierung der Frauenforschung als anerkanntes akademisches Fach in dem Land.