British Uganda Programme

Plan zur Schaffung eines jüdischen Zufluchtsorts in Britisch-Ostafrika

Das British Uganda Programme war ein bemerkenswerter Plan, der 1903 konzipiert wurde und darauf abzielte, eine jüdische Heimat in Britisch-Ostafrika zu etablieren. Dieser Vorschlag entstand aus den strategischen Interessen des Britischen Empires, die East Africa Protectorate zu entwickeln, sowie als Mittel, um die finanziellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Bau der Uganda-Eisenbahn zu verringern. Der Plan sah ein halbautonomes jüdisches Territorium vor, das im breiteren Kontext der europäischen imperialen Expansion während dieser Ära lag.

Das British Uganda Programme gewann an Bedeutung, als es Theodor Herzl von Joseph Chamberlain, dem damaligen Kolonialsekretär, vorgestellt wurde. Chamberlain förderte den Plan als mögliche Lösung für Juden, die vor antisemitischer Gewalt in Osteuropa flohen, insbesondere nach dem Kishinev-Pogrom. Der Vorschlag, auch bekannt als Uganda-Schema, stellte einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Aktivismus dar, da er die Möglichkeit erforschte, eine Zuflucht für verfolgte jüdische Gemeinschaften zu schaffen.