Elisabeth Kohn
deutsch-jüdische Rechtsanwältin und Opfer des NS-Regimes (1902-1941)
Elisabeth Kohn war eine Rechtsanwältin deutscher jüdischer Abstammung, die in ihrem Heimatland Deutschland Recht praktizierte. Neben ihren beruflichen Bestrebungen war Kohn in verschiedenen sozialen und politischen Organisationen aktiv engagiert, was ihre Verbundenheit mit sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten widerspiegelt. Zu ihren Zugehörigkeiten gehörten die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), der Deutsche Liga für Menschenrechte und der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund sowie die SPD-Münchner Post, was ein breites Interessenspektrum an Politik, Arbeitsrechten und Pazifismus erkennen lässt.
Kohns Leben wurde tragisch während des Zweiten Weltkriegs abgekürzt. Im November 1941 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Luise aus Deutschland deportiert. Diese Deportation erwies sich als tödliche Reise, da alle drei nur fünf Tage später in vom Deutschen Reich besetztem Litauen ermordet wurden. Die Umstände ihres Todes waren Teil der größeren Gräueltaten, die während des Holocaust begangen wurden, einer Zeit, die durch die systematische Verfolgung und Ermordung von Juden und anderen Gruppen durch das Nazi-Regime und seine Mittäter gekennzeichnet war.