Moshe Levinger
israelischer Politiker, Rabbiner und Siedler
Moshe Levinger war ein prominenter israelischer religiöser zionistischer Aktivist und orthodoxer Rabbiner. Geboren 1935, spielte er eine Schlüsselrolle in der Bewegung zur Errichtung jüdischer Siedlungen in den von Israel nach dem Sechstagekrieg 1967 besetzten Gebieten. Seine Bemühungen begannen 1967 Gestalt anzunehmen, und bereits 1968 hatte er die jüdische Siedlung in Hebron geleitet, ein Schritt, der zu einem Markenzeichen seines Aktivismus werden sollte.
Levingers Einfluss erstreckte sich auf die Gründung von Gusch Emunim im Jahr 1974, einer Siedlerbewegung, in der er zu einer legendären Figur wurde. Sein Aktivismus war jedoch auch von Kontroversen geprägt, einschließlich berichteter Beteiligung an gewaltsamen Akten gegen Palästinenser. Im Laufe seines Lebens blieb Levinger eine bedeutende Figur in der israelischen Politik, insbesondere im Kontext der Siedlerbewegung. Er verstarb 2015 und hinterließ ein komplexes Erbe, das sowohl seine Verpflichtung zum religiösen Zionismus als auch die umstrittene Natur seiner Handlungen widerspiegelt.