Edith Kiss
ungarische Bildhauerin und Malerin
Edith Kiss war eine ungarische Künstlerin, die 1905 geboren wurde und deren Werk mehrere Medien umfasste, darunter Skulptur und Malerei. Ihr Leben nahm 1944 eine dramatische Wendung, als sie in das Konzentrationslager Ravensbrück in Norddeutschland deportiert wurde. Von dort aus wurde sie in eine Fabrik in Ludwigsfelde verlegt, wo sie gezwungen wurde, an Flugzeugmotoren für die Luftwaffe zu arbeiten. Diese Erfahrung hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf sie, und sie würde später das Trauma, das sie erlitten hatte, durch ihre Kunst ausdrücken.
Nach ihrer Entlassung aus der Fabrik schuf Kiss eine Serie von 30 Gouache-Skizzen, die ihre Erfahrungen in den Konzentrationslagern illustrierten. Diese eindrucksvollen Werke wurden 1945 in Budapest ausgestellt, aber leider erhielt ihre Kunst in der westlichen Welt wenig Anerkennung. Diese mangelnde Anerkennung, kombiniert mit persönlichen Kämpfen, einschließlich des Verlusts ihres Ehemanns, führte letztendlich zu ihrem tragischen Tod durch Selbstmord in Paris im Jahr 1966. Erst 1992, mehr als 25 Jahre nach ihrem Tod, erlangte ihre Deportations-Serie internationale Anerkennung, mit Ausstellungen in Berlin, Paris und Budapest, die endlich die Aufmerksamkeit auf ihr bedeutendes und ergreifendes Werk lenkten.