Judith Bokor

Hungarian cellist (1903–1971)

Judith Bokor war eine ungarische Cellistin, die sich in der Musikwelt zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Namen machte. Geboren 1903, studierte sie bei den renommierten Cellisten David Popper und Hugo Becker, wodurch sie die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere legte. Bokors berufliches Leben war größtenteils in den Niederlanden ansässig, wo sie sich als talentierte Künstlerin etablierte.

Bokors Karriere blühte in den 1920er Jahren, mit umfangreichen Auftritten in Westeuropa. Ihr Ehemann, Géza de Koos, ein Impresario, spielte eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung ihrer Bemühungen. Bemerkenswerterweise spielte sie auf einem wertvollen Graudan-Cello, das 1743 von Guadagnini hergestellt wurde. Bokors Spielstil war eigenständig und wurde durch ihre häufige Verwendung der Portamento-Technik gekennzeichnet, die zu einem Markenzeichen ihrer Auftritte wurde. Sie verstarb 1971 und hinterließ ein Vermächtnis als geschickte Cellistin mit einem einzigartigen Ansatz zu ihrem Handwerk.