Bernard Rimland
US-amerikanischer Psychologe und Autismusforscher
Bernard Rimland war ein bekannter amerikanischer Forschungspsychologe, der 1928 geboren wurde und bedeutende Beiträge zum Bereich der Entwicklungsstörungen geleistet hat. Seine Arbeit war tief persönlich, getrieben durch die Geburt seines Sohnes, der Autismus hatte, was ihn dazu brachte, sein erstes Buch, Infantile Autism, zu schreiben. Diese Veröffentlichung spielte eine entscheidende Rolle bei der Veränderung der öffentlichen Einstellung gegenüber Autismus und ebnete den Weg für ein größeres Verständnis und eine größere Aufmerksamkeit für die Störung.
Während seiner Karriere war Rimland ein produktiver Schriftsteller, Dozent und Befürworter und gründete und leitete zwei bemerkenswerte Organisationen: die Autismus-Gesellschaft von Amerika und das Autismus-Forschungsinstitut. Während seine Bemühungen halfen, das Profil des Autismus zu erhöhen, sind einige seiner geförderten Theorien und Behandlungen inzwischen diskreditiert worden, einschließlich der Impfverweigerung und der Chelat-Therapie. Darüber hinaus wurde seine Unterstützung für bestimmte umstrittene Praktiken, wie die erleichterte Kommunikation und die Verwendung von Aversiven bei autistischen Kindern, weitgehend kritisiert. Rimland verstarb 2006 und hinterließ ein komplexes Erbe, das sowohl seine Hingabe an die Autismus-Verfechtung als auch die Grenzen seines Ansatzes widerspiegelt.