Emanuel Ringelblum
polnischer Historiker, legte im Warschauer Ghetto das Untergrundarchiv Oneg Szabat an
Emanuel Ringelblum war ein polnisch-jüdischer Historiker, Politiker und Sozialarbeiter, der 1900 geboren wurde. Er ist bekannt für seine Arbeit bei der Dokumentation der Erfahrungen der Juden während einer turbulenten Periode in der polnischen Geschichte. Ringelblums Bemühungen als Historiker und Sozialarbeiter waren geprägt von einem Engagement, das Leben und die Kämpfe seiner Gemeinschaft, insbesondere in Zeiten der Not und Verfolgung, zu dokumentieren.
Ringelblums bedeutendste Beiträge umfassen seine "Notizen aus dem Warschauer Ghetto" und "Notizen über die Flüchtlinge in Zbąszyn", die wertvolle Einblicke in die Deportation von Juden aus Zbąszyń und das Leben im Warschauer Ghetto liefern. Darüber hinaus wird ihm die Schaffung des Ringelblum-Archivs des Warschauer Ghettos zugeschrieben, einer Sammlung von Dokumenten, die als Zeugnis für die Geschichte des Ghettos und seiner Bewohner dient. Ringelblums Leben wurde 1944 abrupt beendet, aber seine Arbeit bleibt eine wichtige Quelle für das Verständnis dieser Periode in der Geschichte.