Johan Kemper
polnischer Hochschullehrer
Johan Kemper war eine polnische Figur des 17. Jahrhunderts, die ihr Leben als sabbatianischer Jude begann, bekannt als Moshe ben Aharon Ha-Kohen von Krakau oder Moses Aaron. Geboren 1670, war sein frühes Leben von der Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben geprägt, mit einem besonderen Interesse an den mystischen Lehren der Kabbala. Seine spirituelle Reise nahm jedoch eine bedeutende Wendung aufgrund seiner Beteiligung an der sabbatianischen Bewegung, die auf dem Glauben an Sabbatai Zevi als den Messias basierte.
Kempers Konversion zum lutherischen Christentum, bei der er den Namen Johann Christian Jacob annahm, war ein wichtiges Ereignis in seinem Leben. Diese Veränderung erfolgte, nachdem er sich von der sabbatianischen Prophezeiung enttäuscht hatte, insbesondere von der Vorhersage von Zadok von Grodno, dass Sabbatai Zevi 1695/6 zurückkehren würde, was letztendlich nicht eintrat. Das Scheitern dieser Prophezeiung, verbunden mit seinen vertieften Studien der Kabbala, führte Kemper dazu, seinen Glauben zu überdenken, was zu seiner Konversion führte. Er verstarb 1716, wobei das Ausmaß seiner weiteren Befolgung jüdischer Bräuche nach seiner Konversion unklar bleibt.