Max Jakob Friedländer
deutscher Kunsthistoriker
Max Jakob Friedländer war ein renommiertes deutsch-jüdisches Kuratoriumsmitglied und Kunsthistoriker, der sich auf die Altniederländische Malerei und die Nordrenaissance spezialisiert hatte. Seine Karriere auf diesem Gebiet begann 1891, als er unter der Leitung von Friedrich Lippmann im Kupferstichkabinett Berlin volontierte. Diese erste Erfahrung legte den Grundstein für seine zukünftigen Unternehmungen, und er erregte bald die Aufmerksamkeit von Wilhelm von Bode, der ihn 1896 als Assistenten in der Gemäldeabteilung ernannte.
Friedländers Fachwissen und Engagement brachten ihm herausragende Positionen ein, darunter die Stelle des stellvertretenden Direktors des Kaiser-Friedrich-Museums im Jahr 1904 und die des Direktors von 1924 bis 1932. Während seiner Amtszeit arbeitete er an grundlegenden Projekten, wie seiner Geschichte "Von Van Eyck bis Bruegel" und der umfassenden 14-bändigen Übersicht "Altniederländische Malerei". Seine Karriere wurde jedoch 1933 unterbrochen, als er aufgrund seiner jüdischen Herkunft entlassen wurde und 1939 gezwungen war, nach Amsterdam zu ziehen. Trotz dieser Herausforderungen hatte Friedländer zuvor den angesehenen Titel eines Geheimrats im Deutschen Reich erlangt und hatte auch als Berater und Spender bedeutende Beiträge zur Kunstwelt geleistet, darunter die Zusammenarbeit mit bekannten Persönlichkeiten wie Hermann Göring.