Moša Pijade

jugoslawischer Kommunist und enger Vertrauter von Josip Broz Tito

Moša Pijade war eine vielschichtige Figur in der jugoslawischen Gesellschaft, die als Maler, Journalist und Politiker hervorragte. Seine künstlerischen Talente waren während der Zwischenkriegszeit offensichtlich, als er sich als geschickter Maler etablierte. Allerdings führte seine Beteiligung an kommunistischen Aktivitäten dazu, dass ein erheblicher Teil dieser Zeit im Gefängnis verbracht wurde, insgesamt fast 15 Jahre. Trotzdem hielt Pijades Engagement für seine politischen Überzeugungen an, und er spielte später eine wichtige Rolle in der Zukunft des Landes.

Pijades Teilnahme am Zweiten Weltkrieg und am Volksbefreiungskrieg markierte einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Karriere. Als enger Mitarbeiter von Josip Broz Tito trat er als einer der wichtigsten politischen Führer der Partisanen hervor. Nach dem Krieg und der Gründung des sozialistischen Jugoslawiens wechselte Pijade in eine herausragende politische Position und wurde 1954 zum Präsidenten des Bundesparlaments. Er hatte dieses Amt bis zu seinem Tod inne und wurde auch als vollwertiges Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste anerkannt, was seine Beiträge zu beiden Bereichen, Politik und Kunst, widerspiegelt.