Moses of Kiev
jüdischer Talmudgelehrter
Moses von Kiew war ein prominenter jüdischer Talmudist des 12. Jahrhunderts. Sein Lebenswerk wurde maßgeblich von der Vertreibung der Juden aus Kiew im Jahr 1124 beeinflusst, die ihn dazu veranlasste, sich in Westeuropa niederzulassen. Während seiner Zeit dürfte Moses wahrscheinlich mit namhaften Gelehrten wie Jakob b. Meïr Tam in Kontakt gekommen sein, bei dem er möglicherweise studiert hat. Diese potenzielle Verbindung unterstreicht Moses' Integration in die breitere jüdische Gelehrtengemeinschaft seiner Zeit.
Moses von Kiew spielte eine entscheidende Rolle bei der Förderung des intellektuellen Austauschs zwischen osteuropäischen und westeuropäischen jüdischen Gelehrten. Er unterhielt eine Korrespondenz mit Samuel ben Ali, dem Leiter der babylonischen Akademie, durch die er von wichtigen rechtlichen Entscheidungen der Geonim erfuhr. Dieser Wissensaustausch ermöglichte es westlichen Gelehrten, von den Erkenntnissen und Entscheidungen ihrer osteuropäischen Kollegen zu profitieren. Moses' Interaktionen mit Samuel ben Ali sind in mehreren bemerkenswerten Manuskripten dokumentiert, darunter dem Yiḥuse Tanna'im wa-Amora'im, das eine Responsa von Samuel an Moses enthält. Trotz seiner bedeutenden Beiträge bleiben einige Aspekte von Moses' Identität unklar, einschließlich einer möglichen Verbindung zu "Rabbi Moses dem Russen", der im Sefer ha-Shoham erwähnt wird.