Yitskhok Rudashevski
jüdischer Autor eines international publizierten Tagebuchs
Yitskhok Rudashevski war ein jüdischer Teenager, der im Vilna-Ghetto in Litauen während des Zweiten Weltkriegs lebte. Als junger Schriftsteller führte er von Juni 1941 bis April 1943 ein Tagebuch, in dem er sein tägliches Leben und die Härten, die er im Ghetto erlebte, aufzeichnete. Durch seine Schriften lieferte Rudashevski einen persönlichen und intimen Bericht über die Kämpfe und Herausforderungen, die die Menschen im Vilna-Ghetto während dieser Zeit ertragen mussten.
Tragischerweise wurde Rudashevskis Leben abrupt beendet, als er beim Ponary-Massaker getötet wurde, das während der Liquidation des Vilna-Ghettos im September und Oktober 1943 stattfand. Sein Tagebuch überlebte ihn jedoch und wurde 1944 von seiner Cousine Sorah Kliwiec entdeckt. Kliwiec, die das Ghetto entflohen und mit jüdischen Partisanen gekämpft hatte, kehrte nach der Befreiung von Wilna in ihr Versteck zurück und fand dort Rudashevskis Tagebuch, sodass seine Geschichte und Erfahrungen für zukünftige Generationen bewahrt werden konnten.